Am 30. März 2026 fand in der KulturMarktHalle der „Tag der Berliner Beiräte für Partizipation“ statt. Unter dem Motto „Beiräte als demokratisierende Kraft“ kamen Mitglieder der Berliner Bezirksbeiräte, Expert*innen und der Staatssekretär für Integration, Antidiskriminierung und Vielfalt Max Landero zusammen, um über die politische Mitwirkung in der Migrationsgesellschaft zu diskutieren.
Der AWO Kreisverband Berlin Spree-Wuhle e.V., vertreten durch Samira Tanana (Mitglied im Bezirksbeirat Friedrichshain-Kreuzberg), war aktiv auf dem Podium vertreten. In ihrem Eingangsstatement machte sie deutlich: Migrantische Communities und ihre Selbstorganisationen sind keine bloßen „Zielgruppen“, sondern tragende Akteur*innen unserer Demokratie.
Zentrale Perspektiven aus unserer Arbeit in Friedrichshain-Kreuzberg:
- Demokratieschutz von unten: Gerade angesichts wachsender rechter Bedrohungen leisten migrantische Organisationen unverzichtbare Arbeit gegen Rassismus und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
- Weg von der Symbolik: Partizipation darf kein „Feigenblatt“ sein. Wir fordern verbindliche Verfahren und klare Verantwortlichkeiten. Ergebnisse aus den Beiräten müssen systematisch in politische Entscheidungen einfließen.
- Strukturelle Verankerung: Beteiligung darf nicht allein vom ehrenamtlichen Engagement einzelner Personen abhängen. Sie muss politisch gewollt, finanziell abgesichert und institutionell verankert sein.
- Echte Machtteilung: Die entscheidende Frage bleibt: Wer sitzt am Tisch, wenn Entscheidungen getroffen werden? Wir setzen uns dafür ein, dass die Perspektiven der Communities dort gehört werden, wo sie konkret etwas bewirken.
Der Austausch hat gezeigt: Wir sind viele und wir sind laut. Partizipation ist kein Zusatzangebot, sondern die Grundlage für eine gerechte Stadtgesellschaft.







