14.12.14

Keine Angst vor Eichhörnchen: Transkulturelle Erfolge beim Dialogtisch

 

Ein kleines Herz ging auf die Reise. Am 29. Oktober reiste es durch das Café des Begegnungszentrums und brachte die Geschichten unterschiedlichster Menschen zusammen.

 

Im Rahmen der InterKreuzHain-Wochen fand sich eine bunte Mischung im AWO Begegnungszentrum zusammen: Verschiedene Menschen, verschiedene Wurzeln, verschiedene Generationen.

Leiter und Moderator, Benjamin Eberle, brachte ein kleines Herz mit und jeder, der es in der Hand hielt, konnte seinen Beitrag zum Dialogtisch leisten. Das waren meist eigene Geschichten, Beispiele gelungener transkultureller Erfahrungen.

 

Es war erstaunlich, zu sehen, wie einfach und selbstverständlich der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen sein kann. Der Dialogtisch selbst war das beste Beispiel dafür.

 

Ein großes Fazit der Runde war, dass es unbedingt notwendig ist, verschiedene Kulturen kennenzulernen, um gegenseitige Vorurteile und Ängste abzubauen. Nur so kann aus dem Nebeneinander der Kulturen, dem Multikulturellen, eine Mischung entstehen, etwas Neues –  etwas Transkulturelles.

 

„Wer keine Eichhörnchen kennt und dauernd gesagt bekommt, dass Eichhörnchen böse sind, der hat irgendwann Angst vor Eichhörnchen.“, so Karl-Heinz K., der die irrationale Diskriminierung und Verfolgung von Menschen jüdischen Glaubens während der Nazi-Zeit erlebt hat. Dieser eindrucksvolle Satz schildert zugleich die Probleme, denen wir auch heute noch begegnen müssen. Heute noch werden Negativbilder verschiedener Kulturen über die Medien verbreitet. Heute noch ist die die Angst vor Neuzuwanderern und Flüchtlingen oftmals groß.

 

„Die politischen Rahmenbedingungen“, so Susanne Koch, „müssen eben auch stimmen.“ Und wie wünschenswert die Umsetzung positiver Rahmenbedingungen für Neuzuwanderung sind, dessen wurde man sich bewusst, wenn man die Wärme und Herzlichkeit zwischen den Teilnehmenden des Dialogtisches sehen und spüren konnte.



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